Wick MediQuil Schlafsaft 90 ml
WICK MediQuil Schlafsaft, 2,5 mg/ml Lösung zum Einnehmen. Wirkstoff: Doxylaminsuccinat. Anwendungsgebiete: Zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen. Warnhinweise: Enthält Sorbitol, Natrium, Natriumbenzoat (E211) und Benzylalkohol. Packungsbeilage beachten. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER
WICK MediQuil Schlafsaft
2,5 mg/ml
Lösung zum Einnehmen
Zur Anwendung bei Erwachsenen ab 18 Jahren
Doxylaminsuccinat
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt
auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe
Abschnitt 4.
Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
1. Was ist WICK MediQuil Schlafsaft und wofür wird er angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von WICK MediQuil Schlafsaft beachten?
3. Wie ist WICK MediQuil Schlafsaft einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist WICK MediQuil Schlafsaft aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist WICK MediQuil Schlafsaft und wofür wird er angewendet?
WICK MediQuil Schlafsaft ist ein Schlafmittel aus der Gruppe der Antihistaminika.
WICK MediQuil Schlafsaft wird angewendet zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen.
Hinweis:
Nicht alle Schlafstörungen bedürfen einer medikamentösen Therapie. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder eine Therapie der Grundkrankheit beeinflusst werden. Deshalb sollte bei länger anhaltenden Schlafstörungen keine Dauerbehandlung mit WICK MediQuil Schlafsaft erfolgen, sondern der behandelnde Arzt aufgesucht werden.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von WICK MediQuil Schlafsaft beachten?
WICK MediQuil Schlafsaft darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Doxylamin, andere Antihistaminika oder einen der in Abschnitt 6.
genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
bei akutem Asthma bronchiale
bei grünem Star (Engwinkel-Glaukom)
bei bestimmten Geschwülsten des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)
bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie) mit Restharnbildung
bei akuter Vergiftung durch Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmittel sowie Psychopharmaka
(Neuroleptika, Tranquilizer, Antidepressiva, Lithium)
bei Anfallsleiden (Epilepsie)
bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Antidepressiva (Hemmstoffen der Monoaminoxidase).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie WICK MediQuil Schlafsaft einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von WICK MediQuil Schlafsaft ist erforderlich
- bei eingeschränkter Leberfunktion
- bei chronischen Atembeschwerden oder Asthma bronchiale
- bei bestimmten Magenfunktionsstörungen (gastrooesophagealer Reflux, Pylorusstenose oder
Achalasie der Kardia)
- bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder andere klinisch
bedeutsame Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße,
Erregungsleitungsstörungen, Herzrhythmusstörungen) sowie Hypertonie (Bluthochdruck)
- bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die das sogenannte QT-Intervall im EKG
verlängern oder zu einer Hypokaliämie führen (siehe unter Wechselwirkungen mit anderen
Arzneimitteln)
- bei Patienten mit bekannten Hirnschäden und Krampfanfällen in der Vorgeschichte, da bei diesen bereits durch die Gabe von kleinen Dosen Krampfanfälle ausgelöst werden können
Kinder und Jugendliche sollen nicht mit WICK MediQuil Schlafsaft behandelt werden.
Einnahme von WICK MediQuil Schlafsaft zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von WICK MediQuil Schlafsaft beeinflussen oder in ihrer Wirkung beeinflusst werden:
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral wirksamer Arzneimittel (wie andere Antihistaminika, Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel, Narkosemittel, Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden) kann es zu einer wechselseitigen Verstärkung der Wirkung kommen. Dies gilt insbesondere auch für den gleichzeitigen Alkoholgenuss, durch den die Wirkungen von Doxylamin in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden können.
Bei gleichzeitiger Gabe von Doxylamin und Phenytoin, einem Arzneimittel zur Behandlung von Anfallsleiden, kann die Phenytoin-Wirkung abgeschwächt werden.
Die sogenannte „anticholinerge“ Wirkung von Doxylamin kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Substanzen mit ähnlicher Wirkung (z. B. Biperiden, einem Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit, Atropin, trizyklischen Antidepressiva) in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden.
Durch gleichzeitige Einnahme von Hemmstoffen der Monoaminoxidase, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, kann die anticholinerge Wirkung von WICK MediQuil Schlafsaft ebenfalls verstärkt werden, dies kann sich durch eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine akute Erhöhung des Augeninnendruckes äußern. Durch gleichzeitige Anwendung mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase kann es außerdem zum Abfall des Blutdruckes und einer verstärkten Funktionseinschränkung des zentralen Nervensystems und der Atmung kommen. Aus diesen Gründen dürfen beide Substanzen nicht gleichzeitig zur Therapie eingesetzt werden.
Die Anwendung von WICK MediQuil Schlafsaft zusammen mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann zu verstärkter Müdigkeit führen.
Die Wirkung von Neuroleptika kann bei gleichzeitiger Anwendung von WICK MediQuil Schlafsaft abgeschwächt sein.
Unter einer Behandlung mit WICK MediQuil Schlafsaft oder anderen Antihistaminika können Symptome einer beginnenden Schädigung des Innenohres, die durch andere Arzneimittel (z. B. Aminoglykosid-Antibiotika, einige Schmerzmittel, einige harntreibende Mittel) ausgelöst wurde, abgeschwächt sein.
Durch die antiallergische Wirkung von Doxylamin können Hauttests auf Allergene verfälscht sein (falsch negativ).
Epinephrin sollte nicht zusammen mit WICK MediQuil Schlafsaft verabreicht werden (Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, beschleunigte Herzfrequenz).
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern, z.B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III), bestimmte Antibiotika (z.B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darmbeschwerden (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistigseelischer Erkrankungen (Neuroleptika) oder zu einem Kaliummangel führen können (z.B. bestimmte harntreibende Mittel), ist zu vermeiden.
Einnahme von WICK MediQuil Schlafsaft zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol:
Während der Behandlung mit WICK MediQuil Schlafsaft darf kein Alkohol getrunken werden, da hierdurch die Wirkung von Doxylamin in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt wird.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
WICK MediQuil Schlafsaft soll während der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes eingenommen werden.
Da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, soll das Stillen für die Dauer der Behandlung unterbrochen werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
WICK MediQuil Schlafsaft kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.
Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge und Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert!
WICK MediQuil Schlafsaft enthält Sorbitol, Natrium, Natriumbenzoat (E211) und Benzylalkohol.
Dieses Arzneimittel enthält 750 mg Sorbitol pro Dosis (10 ml). Sorbitol ist eine Quelle für Fructose.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen oder erhalten, wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern haben oder wenn bei Ihnen eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) - eine seltene angeborene Erkrankung, bei der eine Person Fructose nicht abbauen kann - festgestellt wurde.
Dieses Arzneimittel enthält ca. 33 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis (10 ml). Dies entspricht 1,7% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Dieses Arzneimittel enthält 150 mg Natriumbenzoat (E211) pro Dosis (10 ml).
Dieses Arzneimittel enthält 0,063 mg Benzylalkohol pro Dosis (10 ml). Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da sich in Ihrem Körper große Mengen Benzylalkohol anreichern und Nebenwirkungen verursachen können (so genannte "metabolische Azidose").
3. Wie ist WICK MediQuil Schlafsaft einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Bei ausreichender Wirkung sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.
Soweit nicht anders verordnet, gelten für WICK MediQuil Schlafsaft folgende Dosierungsempfehlungen:
Übliche Dosierung:
Erwachsene ab 18 Jahren: bis zu 20 ml
Die empfohlene Dosierung sollte auf keinen Fall eigenmächtig erhöht werden.
Sollte die eingenommene Dosis übermäßige Schläfrigkeit nach dem Aufwachen hervorrufen, kann die empfohlene Menge bis zur optimalen Verträglichkeit reduziert werden.
WICK MediQuil Schlafsaft ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.
Art und Dauer der Anwendung:
Die Einnahme sollte etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen erfolgen. Die erforderliche Dosis wird mit dem beigefügten Messbecher abgemessen. Üblicherweise wird der Saft unverdünnt nach den Mahlzeiten eingenommen. Eine Verdünnung mit Wasser oder Tee ist jedoch möglich. Anschließend sollte eine ausreichende Schlafdauer gewährleistet sein.
Bei akuten Schlafstörungen ist die Behandlung möglichst auf Einzelgaben zu beschränken. Um bei chronischen Schlafstörungen die Notwendigkeit einer fortgesetzten Anwendung zu überprüfen, sollte nach zweiwöchiger täglicher Einnahme die Dosis schrittweise reduziert oder abgesetzt werden.
Bei fortbestehenden Schlafstörungen suchen Sie bitte einen Arzt auf.
Wenn Sie eine größere Menge von WICK MediQuil Schlafsaft eingenommen haben, als Sie sollten:
Überdosierungen mit Doxylamin können gefährlich sein – insbesondere für Kinder und Kleinkinder.
Aus diesem Grunde ist bei Verdacht einer Überdosierung oder Vergiftung sofort ein Arzt zu informieren (z.B. Vergiftungsnotruf).
Eine Überdosierung ist daran zu erkennen, dass es zunächst zu zentralbedingten Symptomen wie Unruhe, gesteigerten Muskelreflexen, Bewusstlosigkeit, Depression der Atmung sowie Herz-Kreislaufstillstand kommen kann. Weitere Zeichen einer Überdosierung sind Pupillenerweiterung, beschleunigte Herztätigkeit (Tachykardie), Fieber, heiße, rote Haut und trockene Schleimhäute.
Treten diese Symptome auf, sollte unverzüglich ein Arzt verständigt werden. Auch Rhabdomyolysen (schwere Muskelschädigungen) sind beobachtet worden.
Die folgenden Hinweise sind für den behandelnden Arzt bestimmt:
Resorptionsverhindernde Maßnahmen (z. B. Magenspülung, Aktivkohle) sind sinnvoll. Die Kreislauf- und Atemfunktion sollte überwacht werden, ansonsten ist symptomorientiert zu behandeln.
Bei Hypotonie dürfen wegen der paradoxen Verstärkung kein Epinephrin oder sonstige β-Agonisten gegeben werden. Stattdessen sollte Norepinephrin oder Angiotensin verabreicht werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
In Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des einzelnen Patienten und der eingenommenen Dosis können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen, Muskelschwäche, Ohrengeräusche.
Außerdem besteht die Möglichkeit des Auftretens sogenannter "paradoxer" Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Spannung, Schlaflosigkeit, Alpträume, Verwirrtheit, Halluzinationen, Zittern. In seltenen Fällen können Krampfanfälle des Gehirns auftreten.
Durch Beeinflussung des vegetativen Nervensystems sind Symptome wie verschwommenes Sehen, Mundtrockenheit, Gefühl der verstopften Nase, Erhöhung des Augeninnendruckes, Verstopfung und Störungen beim Wasserlassen möglich. Auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Appetitzunahme und Oberbauchschmerzen können auftreten. Sehr selten kann es zu einer lebensbedrohlichen Darmlähmung kommen.
Beschleunigung des Herzschlages, Herzrhythmusstörungen, Abfall oder Anstieg des Blutdruckes und Verstärkung einer bestehenden Herzleistungsschwäche können auftreten. EKGVeränderungen wurden beobachtet.
Zu einer Beeinträchtigung der Atemfunktion kann es durch Eindickung von Schleim und durch Verengung oder Verkrampfung der Bronchien kommen.
Über allergische Hautreaktionen und gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Haut unter der Therapie mit Antihistaminika ist berichtet worden, ferner über Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus) und über Störungen der Körpertemperaturregulierung.
Blutzellschäden können in Ausnahmefällen vorkommen.
Toleranzentwicklung:
Nach wiederholter Einnahme von Hypnotika/Sedativa kann es zu einem Verlust an Wirksamkeit/Toleranz kommen.
Abhängigkeit:
Wie auch bei anderen Hypnotika kann die Einnahme von Doxylamin zur Entwicklung von physischer und psychischer Abhängigkeit führen. Das Risiko einer Abhängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist bei Patienten mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit in der Anamnese zusätzlich erhöht.
Absetzerscheinungen (Rebound Schlaflosigkeit):
Auch beim Beenden einer kürzeren Behandlung mit Doxylamin können durch plötzliches Absetzen Schlafstörungen vorübergehend wieder auftreten. Deshalb wird empfohlen, die Behandlung ggf. durch schrittweise Reduktion der Dosis zu beenden.
Zeitlich begrenzte Gedächtnislücken (anterograde Amnesien):
Hypnotika können bereits in therapeutischer Dosierung anterograde Amnesien verursachen, insbesondere während der ersten Stunden nach der Einnahme. Dieses Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer (7-8 Stunden) verringert werden.
Hinweise:
Durch sorgfältige und individuelle Einstellung der Tagesdosen lassen sich Häufigkeit und Ausmaß von Nebenwirkungen reduzieren. Die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen ist bei älteren Patienten größer, bei diesem Personenkreis kann sich dadurch auch die Sturzgefahr erhöhen.
Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist WICK MediQuil Schlafsaft aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel/dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Haltbarkeit nach Öffnen der Flasche: 2 Monate
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken).
Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was WICK MediQuil Schlafsaft enthält:
Der Wirkstoff ist Doxylaminsuccinat.
5 ml Lösung enthalten 12,5 mg Doxylaminsuccinat.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Saccharin-Natrium, Natriumbenzoat, Sorbitol (Ph. Eur.), Natriumalginat, Sahne-Aroma (enthält Benzylalkohol), Kirsch-Aroma, gereinigtes Wasser.
Wie WICK MediQuil Schlafsaft aussieht und Inhalt der Packung:
Farblose bis schwach gelbliche, klare bis schwach opaleszente Lösung.
WICK MediQuil Schlafsaft ist in Braunglasflaschen zu 90 ml und 180 ml erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer:
WICK Pharma
Zweigniederlassung der Procter & Gamble GmbH
65823 Schwalbach am Taunus
Tel.: 0800-9425847
Hersteller:
Procter & Gamble Manufacturing GmbH
Sulzbacher Str. 40 - 50
D-65824 Schwalbach am Taunus
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2025.
Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 01/2026
Zusätzliche Angaben zum Produkt:
Schlaf, wenn Sie ihn am meisten brauchen. WICK MediQuil Schlafsaft wird angewendet zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen (maximal 2 Wochen). WICK MediQuil Schlafsaft ist das einzige Doxylamin-Schlafmittel in Sirupform*. Zur Anwendung bei Erwachsenen ab 18 Jahren. Die Sirupform ermöglicht eine anpassbare Dosierung dank skaliertem Messbecher**. Der Schlafsaft beginnt in nur 30 Minuten zu wirken. WICK MediQuil Schlafsaft ist gluten- und laktosefrei sowie zuckerfrei. Der Schlafsaft ist für Veganer geeignet und schmeckt nach Kirsche.
* Schlafkategorie - Doxylamin-Produkte; Deutschland; IQVIA MAT 03/2025
** Dosierung bis zu 20 ml gemäß der Skala des Messbechers. Die Skala beträgt 10, 15 und 20 ml.
Dosierung und Art der Anwendung:
Die angegebene Dosis kann mit dem beigefügten Messbecher abgemessen werden. Erwachsene ab 18 Jahren: bis zu 20 ml Lösung (entsprechend bis 50 mg Doxylaminsuccinat). Die Dosierung sollte keinesfalls überschritten werden. WICK MediQuil Schlafsaft ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.
Art der Anwendung:
WICK MediQuil Schlafsaft kann bei Bedarf mit Flüssigkeit (kein Alkohol) eingenommen werden. Die Einnahme sollte 30 Minuten bis 1 Stunde vor dem Zubettgehen erfolgen. Es ist darauf zu achten, dass nach der Einnahme von WICK MediQuil Schlafsaft für eine ausreichende Schlafdauer gesorgt wird, um eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens am folgenden Morgen zu vermeiden.
Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Sie sollte bei der Behandlung von Schlafstörungen im Allgemeinen nur wenige Tage betragen und 2 Wochen nicht überschreiten. Insbesondere bei fortbestehenden Schlafstörungen ist ein Arzt zu konsultieren.
Quelle: Angaben des Herstellers
Stand: 01/2026
Hinweis: Weiterführende Angaben zum Hersteller finden Sie hier.
Details
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nur wenige Tage und nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Verwirrtheit, verminderter Atmung sowie zu Störungen der Herz-Kreislauffunktion kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
| Allgemeine Dosierungsempfehlung: | |||
| Erwachsene | bis zu 20 ml | 1-mal täglich | vor dem Schlafengehen (ca. 30-60 Minuten davor) |
| Höchstdosis: Eine Dosis von 20 ml pro Tag sollte nicht überschritten werden. | |||
| Nach der Einnahme sollte eine ausreichende Schlafdauer von 7-8 Stunden gewährleistet sein. | |||
| Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei. | |||
Anwendungsgebiete
- Schlafstörungen, zur Kurzzeitbehandlung
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für den Botenstoff Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Blutgefäße (Kapillaren). Außerdem wirkt er über denselben Mechanismus beruhigend.
Zusammensetzung
bezogen auf 5 ml Saft
12,5 mg Doxylamin hydrogensuccinat
8,7 mg Doxylamin
+ Saccharin natrium
75 mg Natriumbenzoat
375 mg Sorbitol
+ Natrium alginat
insgesamt 16,5 mg Natrium-Ion
+ Sahne-Aroma
0,0315 mg Benzylalkohol
+ Kirsch-Aroma
+ Wasser, gereinigtes
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akuter Asthmaanfall
- Engwinkelglaukom
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Akute Vergiftung durch Alkohol oder Arzneimittel
- Epilepsie
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Chronische Atembeschwerden
- Asthma bronchiale
- Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Verengung im Magenausgang
- Erhöhte Anspannung der Speiseröhrenmuskulatur
- Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
- Durchblutungsstörung des Herzens mit Minderleistung (Koronare Herzkrankheit)
- Erregungsleitungsstörungen am Herzen
- Herzrhythmusstörung
- Bluthochdruck
- Hirnschäden
- Neigung zu Krampfanfällen, d.h. bei Familienangehörigen oder in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
- Schläfrigkeit
- Schwindelgefühl
- Benommenheit
- Verlängerte Reaktionszeit
- Konzentrationsstörung
- Kopfschmerzen
- Depressionen
- Muskelschwäche
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Spannungszustand
- Schlaflosigkeit
- Alpträume
- Verwirrtheit
- Sinnestäuschung (Halluzination)
- Zittern
- Fehlerhafte Entfernungseinstellung des Auges (Akkommodationsstörungen)
- Mundtrockenheit
- Gefühl der verstopften Nase
- Erhöhter Augeninnendruck
- Verstopfung
- Störungen beim Wasserlassen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Appetitlosigkeit
- Appetitsteigerung
- Schmerzen im Oberbauch
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Herzrhythmusstörung mit unregelmäßiger Schlagfolge
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Bluthochdruck (Hypertonie) durch Arzneimittel
- Herzmuskelschwäche durch Medikamente (arzneimittelinduzierte Herzinsuffizienz)
- EKG-Veränderung
- EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)
- Eindickung von Schleim in der Lunge
- Bronchienverengung
- Verkrampfung der Bronchien
- Allergische Überempfindlichkeit der Haut (allergische Dermatitis)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Gallestauung mit Entwicklung einer Gelbsucht
- Störung der Temperaturregulation
- Arzneimittelabhängigkeit
- Verlust der Erinnerung an einen bestimmten Zeitraum nach einem Ereignis (anterograde Amnesie)
- Sturzgefahr
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Benzylalkohol: Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen bei Neugeborenen und Kleinkindern (bis zu 3 Jahren). Risiko für Akkumulation - Anwendung bei Kleinkindern nicht länger als eine Woche, Vorsicht bei Schwangeren, Stillenden und bei Einschränkungen der Leber- oder Nierenfunktion.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Hinweis unserer Pharmazeuten:
Generell beliefern wir Sie gern mit unseren Produkten in haushaltsüblicher Menge mit maximal 10 Packungen im Quartal. Im Rahmen der Arzneimittelsicherheit behalten wir uns vor, für bestimmte Medikamente gesonderte Höchstmengen festzulegen. Dies trifft insbesondere auf Produkte zu, die nur kurzfristig angewandt werden oder ein erhöhtes Potenzial zur Überdosierung besitzen.
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